Archiv für die Kategorie ‘Volkswirtschaft’

VWL Ausblick 2007: Europa

Februar 12, 2007

Morgen kommen die Deutschen GDP Zahlen für das 4.Quartal 2007. Man rechnet mit über 3% Wachstum. Dies wird wegen der Mehrwertsteuererhöhung in 2007 nicht ganz erreichbar sein, aber mehr als 2% Wachstum in Deutschland und Europa sind locker drin.

Warum ?

Die Exportkonjunktur läuft weiter gut, da die Weltkonjunktur kräftig wächst werdne wegen der stark ausgelasteten Kapazitäten weltweit Investitionsgüter verstärkt nachgefragt. Und diese produzieren wir.

Die Investitionsgüterkonjunktur ist ebenfalls angesprungen. Die Gewinne sprudeln, die Aussichten sind gut, die Kapazitäten ausgelastet, also muss investiert werden. Und von Überinvestitionen noch lange keine Spur.

Und konsumiert wird auch wieder mehr. Die Al-Quote wird weiter zurückgehen, die Löhne werden steigen ( aber nicht so sehr, dass die Konjunktur gleich wieder kippt) und das bietet die Grundlage für mehr Konsum.

 Die Inflation liegt noch bei 1,6% (Kernrate), aber wegen steigender Löhne und ausgrlasteter Kapazitäten wird diese ansteigen. auf über 2%. Das gefällt der EZB nicht und dabei ist es unerheblich, ob wegen des Ölpreis die Inflationsrate auch mal unter 2% fällt.

Deswegen wird die EZB die Zinsen weiter erhöhen, wobei bei 4% noch nicht Schluss sein wird.

VWL-Ausblick 2007: USA

Februar 11, 2007

Noch ist es nicht zu spät für einen Ausblick auf das Jahr 2007 aus volkswirtschaftlicher und konjunktureller Sicht.

Im Jahr 2006 hatte die US-Konjunktur mit einigen negativen Einflüssen zu kämpfen (Ölpreisrekord im Juli und der schwache Immobilienmarkt). Trotzdem lag das Wachstum bei knapp 3,5%.

Die Konjunktur in den USA wird sich meines Erachtens erheblich besser entwickeln als viele Experten erwarten. 

Der Immobilienmarkt, den viele für den Sargnagel der amerikanischen Konsumenten  gehalten hatten, hat gedreht. Die Verkäufe von neuen oder bestehenden Häusern hatten ihren ‘Tiefpunkt erreicht und steigen seit einigen Monaten wieder an. Trotzdem haben die Neubauten noch nicht nach oben gedreht. Deswegen wird die Zahl der zum Verkauf stehenden Häuser erheblich zurückgehen und dies stabilisiert die
Preise. Und in wenigen Monaten werden dann auch wieder mehr Häuser gebaut. Somit wird dann ab dem zweiten Quartal der Wohnungsbau wieder positiv zum Wachstum beitragen.

Auch das verarbeitende Gewerbe scheint die Schwäche überwunden zu haben. Zwar ist der ISM-Index auf 49,3 ‘Punkte gefallen, dies aber nur weil die LAgerhaltung auf unter 40 abgestürzt ist. Aber genau das ist das Argument für den Turnaround. Aktuell werden die Läger ausgekehrt (der private Konsum hilft kräftig mit) und dies führt bald wieder zu steigender Industrieproduktion. Der Turnaround am Immobilienmarkt hilft dann in wenigen Monaten auch noch.

Der private konsum wird vom gut laufenden Arbeitsmarkt und den damit steigenden Löhnen unterstützt. Solange der Ölpreis nicht wieder massiv ansteigt sollte der reale Konsum um mindestens 3% wachsen.

 Bleiben noch die Investitionen. Die waren im 4.Quartal schwach. Den viele Unternehmen glaubten zum Anfang des Quartals, dass die Wirtschaft sich kräftig abschwächen wird. Aber das war bekanntlich ein Trugschluss weswegen die Investitionstätigkeit bald wieder kräftig anspringen wird.

Weiterhin steigen die Gewinne und die Aktienkurse weiter  und die Zinsen und Creditspreads sind niedrig.

Der angespannte Arbeitsmarkt wird zu höheren Löhnen und die letztendlich zu einer höheren Inflation führen.

Prognose:

Ich erwarte ein Wachstum von knapp 4% und eine Kerninflationsrate von  3%.

Die Fed wird die Zinsen wie viele( zumindest am Aktienmarkt) immer noch glauben nicht etwa senken, sondern erhöhen.